Escape Rooms auf der Überholspur

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Der Anfang der Escape Rooms – Die Browserspiele

Um 1980 herum kamen die ersten Computer für den Heimbetrieb und mit ihnen sdfg sdf gsdf gsdfg de dem Spieler durch Beschreibungen geschildert, was zu sehen ist und dieser konnte durch Schreiben von Befehlen (wie beispielsweise »STAND UP«, also »STEH AUF«) den Raum erkunden. Das Ziel bestand damals darin, aus dem stillen Örtchen zu entkommen. 😉

Große Beliebtheit erfuhren Escape Room-Spiele mit der Entwicklung von Browserspielen. Der Japaner Toshimitsu Takagi gilt mit seinem 2004 entwickelten Point-and-Click-Onlinespiel Crimson Room als Urvater dieses Genres von Escape Rooms. Ziel des Spiels war es einmal mehr, aus dem Raum zu entkommen, indem Orte durchsucht und Rätsel gelöst wurden.

Die Entstehung der ersten Live Escape Rooms

In etwa zur selben Zeit entwickelten sich parallel dazu die ersten Live Escape Games. Auf der Suche nach Ideen für ein spannendes Event beobachtete der damals 35-jährige Japaner Takao Kato ein Mädchen beim Lösen eines Online Escape-Spiels und er fragte sich, ob so etwas nicht auch in der realen Welt möglich ist. 2007 gründete er daraufhin die Firma SCRAP und entwickelte das erste reale Spiel dieser Art unter dem Namen REAL ESCAPE GAME. Das Event war trotz des sehr hohen Schwierigkeitsgrades (nur 4% konnten entkommen) ein voller Erfolg und alle Karten waren in kürzester Zeit ausverkauft. Das Spielprinzip entsprach dabei schon jenen von modernen Escape Rooms: Die Spieler hatten 60 Minuten Zeit, durch Lösen von Rätseln und Suchen von Hinweisen aus dem Raum zu entkommen.

Vier Jahr später, 2011, gründete der aus Ungarn stammende Attila Gyurkovics, laut eigenen Angaben ohne von den in Asien bereits etablierten Escape Room-Spielen gehört zu haben, die Firma Parapark in Budapest und eröffnete damit den ersten Escape Room Europas. Fasziniert von dem Konzept machten es ihm viele nach, sodass sich in Budapest eine große Escape Room-Szene entwickelte. In den Jahren danach expandierte das Unternehmen nach Deutschland, Österreich, Spanien und Australien.

2012 brachte Kazuya Iwata, ein Freund von Takao Kato, die REAL ESCAPE GAME-Spiele nach San Francisco. Allerdings gab es dort schon viele Jahre davor sehr ähnliche Spiele mit Escape Room-Konzepten, wie etwa die noch immer bestehenden Spiele des Anbieters 5 Wits, die aber nicht als Escape Room-Spiele verstanden werden.

Der Erfolg der Escape Room-Spiele war ab diesem Moment nicht mehr zu stoppen. 2013 eröffneten die ersten beiden amerikanischen Anbieter Puzzle Break und Escape the Room NYC – 2014 gab es dann bereits 25 Escape Room-Standorte in den USA.

2013 kam mit dem Anbieter HintQuest auch der erste Escape Room nach Deutschland.

Eine Gruppe beim Lösen des Escape Rooms von HintQuest.
Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=1ZyCbKV3e8o, Stand: 04.07.2021

Die Entwicklung neuer Varianten

Auch wenn die typischen Merkmale erhalten geblieben sind, haben sich Escape Rooms in den letzten Jahren immer weiter entwickelt und neue Varianten sind entstanden. Stand in Live Escape Rooms in den ersten Jahren noch das Knacken von Schlüssel- und Zahlenschlössern im Vordergrund, so ist in letzter Zeit ein starker Wandel hin zu elektromagnetisch gesteuerten Mechanismen und aufwendigen optischen und akustischen Effekten zu beobachten. Auch die Dekoration des Raumes muss immer höheren Ansprüchen genügen. Doch auch abseits dieser klassischen Live Escape Rooms findet man viele weitere Formate. Beispiele sind Escape Room-Bücher, Brett- und Kartenspiele, Virtual Reality Escape Rooms und Live Escape Rooms im eigenen Wohnzimmer.

Der weltweite Erfolg der Escape Rooms geht also mit immer schneller werdenden Schritten voran und das letzte Kapitel ist wohl noch lange nicht geschrieben.

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